Das Tourtagebuch von

...überall sind Abenteuer
09.11.07 Düsseldorf
Als wir tief in der Nacht am Düsseldorfer Stahlwerk eintreffen, müssen wir feststellen, dass man versäumt hat, ein Stromkabel für uns
rauszulegen.
Für den einen oder die andere muss vielleicht erklärt werden, dass wir mit einem Nightliner, also quasi einem rollenden Hotel unterwegs
sind, das außerhalb der Fahrzeiten mit Strom von außen gespeist werden muss, um
1. Licht zu spenden (wichtig)
2. die Heizung am Laufen zu halten (sehr wichtig)
3. die Lüftung mit Frischluft zu versorgen (extrem wichtig!)
4. die Getränke im Kühlschrank kühl zu halten (unumgänglich!!)
Der fehlende Strom sorgt dafür, dass wir in ein Fünf Freunde-haftes Abenteuer schlittern, in dem ein mit Grubenlampe ausgestatteter
Busfahrer mit Bärenkräften und Einbrecherqualitäten, drei arg alkoholisierte Schauspieler, die dümmlich grinsend um ein Kellerloch
stehen und nach eben jenem Busfahrer rufen, den sie nach etwa 10 Minuten für verschollen oder eingekerkert oder um die Ecke gebracht
halten und schließlich ein dann doch aufgefundenes Stromkabel die Hauptrollen spielen.
Später am Abend (oder ist es früher am Morgen?) beschließe ich gegen die Schlechtigkeit der Welt ein Zeichen zu setzen und draußen aus
Baustellengewichten, die hier zuhauf herumliegen ein "F" für "F**k you!" zu legen. Kaum habe ich diesen Gedanken geäußert, taucht
plötzlich Zeichen-Machen-Man auf (euch schon aus dem Tagebucheintrag aus Erlangen bekannt), und bietet mir seine Hilfe bei der
Ausführung meines Vorhabens an.
Gesagt, getan. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Am nächsten Tag zeigt SupaKnut mir ein Foto der letzten Nacht, auf dem nicht nur das gelegte "F" neben einem gut aufgelegten
Zeichen-Machen-Man zu sehen ist,
sondern auch Knut selber, was beweist, dass die Gerüchte, die Knut im Bezug auf ZMM seit langem
sozusagen zur Peter Parker-Figur machen, zweifelsohne falsch sind. Also noch mal zum Mitschreiben:
SupaKnut ist nicht der Zeichen-Machen-Man. Tief in meinem Herzen hab ich es schon immer gewusst....
Nach einer wieder mal schönen Show im Stahlwerk, muss ein Teil des Vollplaybacktheaters dann feststellen, dass Düsseldorf an diesem
Freitagabend nicht mehr zu bieten hat als eine leere Discothek in der Nähe, in der man uns zwar keine Musik mehr anbieten will,
dafür aber die Reste eines übrig gebliebenen Caterings. Hmmm... feiern wir eben auf der Fahrt nach Oldenburg weiter.
Bisbald, Euer Christoph
[ nach oben ]
www.vollplaybacktheater.de
|